Das Software-Defined-Radio-Konzept basiert darauf, Empfänger soweit wie möglich in Software zu realisieren. Der einzige Hardwareteil ist dabei ein A/D-Wandler zum Digitalisieren des Empfangssignals. Am IfN wird dieses Konzept seit Jahren verwendet, um verschiedene Empfangssysteme zu entwickeln. So sind der weltweit erste DVB-C2-Empfänger und auch der weltweit erste mobile DVB-T2-Messempfänger basierend auf dem SDR-Ansatz am IfN entstanden.
Der mobile DVB-T2-Empfänger wurde im Rahmen des Modellversuchs DVB-T2 in Norddeutschland entwickelt und für die Auswertung von zahlreichen Mobilmessungen eingesetzt. Bei diesem Empfänger wurden ideale Algorithmen implementiert, um eine hohe Decodiergenauigkeit zu erreichen. Nun soll der Empfänger weiter optimiert werden. Der Effekt von Inter Carrier Interference (ICI) soll mittels geeignete Algorithmen reduziert werden. Dieser Effekt wird bei mobilen terrestrischen digitalen Übertragungssystemen, die auf OFDM (Orthogonal Frequency Division Multiplex) basieren (wie DVB-T und DVB-T2), durch die Dopplerverschiebung verursacht.
Im Rahmen einer Masterarbeit sollen geeignete Algorithmen zur Reduzierung von Inter Carrier Interference ausgewählt werden. In einem nächsten Schritt sollen diese Algorithmen in dem bereits am IfN vorhandenen DVB-T2-Messempfänger implementiert werden. Zum Schluss soll die Leistungsfähigkeit der implementierten Algorithmen anhand von bereits aufgezeichneten mobilen Messdaten überprüft werden.
Voraussetzungen für diese Arbeit sind Grundkenntnisse in C-Programmierung.