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Abteilung Elektronische Medien: Systemtheorie und Technik

Der Schwerpunkt der Forschungsarbeiten liegt u. a. auf der Verbindung von (drahtlosen) Broadcast- und Broadband-Netzen. Diesbezüglich hat eine aktuelle Entwicklung innerhalb von 3GPP mit dem Release 14 (März 2017) stattgefunden. Further evolved Multimedia Broadcast Multicast Service (FeMBMS) ist der Nachfolger der ersten LTE-Broadcast-Konzepte und erlaubt es einen LTE-Träger erstmals für dedizierten Broadcast zu verwenden. Zu dieser Weiterentwicklung hat unser System "Tower Overlay over LTE-A+" immens beigetragen. Dieses zielt darauf ab, zellulare Broadband-Netze durch Einbindung von Senderstrukturen, wie sie aus dem Broadcast bekannt sind, zu entlasten und gleichzeitig die Betriebskosten zu reduzieren. Wegen dieser Adaption des TOoL+-Konzeptes konnten Sender- und Empfänger-Prototypen für FeMBMS zeitnah implementiert werden. Inzwischen sind zu FeMBMS unter Verwendung der IfN-Komponenten in Europa etliche Feldtests durchgeführt worden, weitere sind in Planung. Aus den Erfahrungen von TOoL+ und FeMBMS wird nun im Bereich 5G-Broadcast geforscht. Neue Entwicklungen in 5G werden in dem Thema "Tower Overlay over 5G NR" (TOo5G) zusammengefasst.


Im Forschungsbereich der Übertragungsstandards für Digitalradio beschäftigt sich ein WiMi mit der lokalen Auseinanderschaltung in Gleichwellennetzen bei DAB+.

 

Weiterhin erforscht ein WiMi die Möglichkeiten zur Verbesserung der in Kabelnetzen verfügbaren Datenrate. Hierfür erweitert er Konzepte, die während der 5G-Entwicklung diskutiert wurden.


Ein Aushängeschild für unsere Forschungsarbeit ist das am IfN entwickelte Software Defined Radio Toolkit und die dazugehörige umfangreiche Softwarebibliothek zur flexiblen Implementierung modernster Übertragungstechniken.

 

Ein WiMi arbeitet auf dem Gebiet von Visible Light Communication (VLC). Im Rahmen dieser Arbeiten ist ein Forschungsdemonstrator entstanden, der stetig weiterentwickelt wird.